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Polizei-Interventionen bei der Roadshow in Hannover

So schön die Roadshow für alle Teilnehmer auch war, so unerfreulicher waren leider die Interventionen der Polizei vor Ort. Hauptorganisator und Veranstalter Uwe Schewe, unser Vorsitzende im KV Hannover, kassiert aller Wahrscheinlichkeit nach gleich zwei Ordnungswidrigkeiten für den Verstoß gegen diverse „Vorschriften“.
polizeiintervention roadshow hannover

Der dieBasis Roadshow-Truck machte am 02.10.2022 Station auf dem Opernplatz in Hannover. Wer sich vor Ort etwas umschaute, dem fiel sicher auf, dass gerade zu Beginn der Veranstaltung ein massives Polizeiaufgebot rund um den Opernplatz angerückt und postiert war. Ähnlich war es zuvor bei der Roadshow in Braunschweig, wo insbesondere bei den Reden von Reiner Füllmich und Martin Schwab sehr viele Polizeikräfte „absicherten“ (oder doch vielleicht einschüchtern wollten?). Nach den Reden der Beiden rückten dann tatsächlich auch in Hannover wieder einige Polizeieinheiten ab.

Die verbliebenen Einsatzkräfte blieben jedoch im regen „Austausch“ mit Uwe Schewe. So war zu beobachten, dass Uwe, der zumeist direkt an der Bühne organisatorische Punkte erledigte, immer wieder von drei Einsatzkräften aufgesucht wurde und dann losging, umstehende Passanten ansprach und bat, die Position zu wechseln, näher an die Bühne, weiter weg von der Oper. Es gab die Vorschrift, eine bestimmte Entfernung zur Oper einzuhalten und „Fluchtwege“ freizuhalten. Somit war es den Passanten nicht gestattet, sich in ihrer spontanen Stand-Position an der Sonne zu orientieren und diese noch einmal zu genießen oder sich gar auf die Treppen zum Opernhauseingang zu setzen. Der Opernplatz war durch die Roadshow-Veranstaltung weder ausgefüllt noch standen die Menschen gedrängt. Wer schon einmal andere Festivitäten auf dem Opernplatz erlebt hat, weiß, dass es hier ganz anders aussehen kann und dort keine ständige Polizeipräsens für „Ordnung“ sorgt.

Uwe berichtet hierzu: „Ich wurde immer wieder aufgefordert, die Menschen in den genehmigten Bereich zu bitten. Auch wurden unsere Ordner hierzu ermahnt. Zudem wurde ich angewiesen, unsere Ordner auszutauschen, da sie nach drei Aufforderungen immer noch nicht ihre Arbeit richtig erledigt hätten. Als ich mich weigerte, dieses zu tun, wurde mir die Ordnungswidrigkeit angelastet und damit gedroht, dass die Polizei diese Aufgabe übernähme. Wir versuchten dann, mit einem Absperrband die Grenze des Veranstaltungsbereiches zu setzen.“

Eine weitere Ordnungswidrigkeit bekam Uwe für den beauftragten Gastronom. Dieser hatte leider die Bestuhlung nicht rechtzeitig angemeldet (er tat dieses erst am Freitagabend – zu spät für die Behörden). Somit wurde Uwe vor die Alternative gestellt, entweder alle Sitzbänke sofort abbauen zu lassen oder eben entsprechend eine Strafe wegen illegaler Bestuhlung zu bekommen. Uwe entschied sich mutig dafür, die Bänke stehen zu lassen!

Auch zum Ende der Veranstaltung gab es noch eine weitere unerfreuliche Polizeianweisung. Punkt 18 Uhr wollte die Polizei die Veranstaltung beenden. Aufgrund einer ungeplanten Regenpause gab es jedoch Programmverzögerungen. So hielt Volker Eyssen vom KV Goslar gerade einen Vortrag auf der Bühne zu Lösungsmöglichkeiten unserer aktuellen Energiekrise. Die Polizei forderte tatsächlich ein, dass Volker die Bühne verlassen und der Abbau beginnen sollte. Uwe hielt dem Druck stand und informierte die Beamten, dass auch noch ein musikalischer Abschluss-Act mit einem Musiker aus Nordrhein-Westfalen ansteht. Der Musiker bekam die Diskussion mit und zeigte den Beamten auch seine große Trommel, die er eigens für diesen Auftritt mitgebracht und bereits aufgestellt hatte. So erlaubten die Beamten letztlich die Beendigung der Rede und einen musikalischen Abschluss von „maximal 5 Minuten“.

Es bleibt ein sehr fader Beigeschmack, zumal Uwe immer ein sehr gutes Verhältnis zur Polizei hatte. Er meldet die Montagsspaziergänge seit Anfang des Jahres regelmäßig an und hält sich stets an alle Auflagen, ist besonnen und deeskalierend. Wozu dann diese Schikanen?!?

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